Wenn sich für 48 Stunden Entwickler*innen, Studierende und Kreative zusammenschließen, um unter Zeitdruck spielbare Prototypen zu entwickeln, dann ist Global Game Jam. Auch in diesem Jahr beteiligte sich Baden-Württemberg wieder aktiv am weltweit größten Game-Hackathon. Unter dem Motto “Global Game Jam goes THE LÄND” unterstützte die MFG Baden-Württemberg insgesamt acht Jam-Sites im ganzen Land.
Weltweites Format mit starker regionaler Verankerung
Der Global Game Jam ist dabei weit mehr als ein reiner Programmierwettbewerb. Er bietet Raum für kreatives Experimentieren, für interdisziplinäre Zusammenarbeit und für Begegnungen zwischen Nachwuchstalenten, Studierenden und erfahrenen Entwickler*innen. Die dezentrale Struktur machte die Vielfalt der baden-württembergischen Games-Landschaft sichtbar – von Hochschulen über Games-Hubs bis hin zu kleineren regionalen Initiativen.
Karlsruhe: Offene Community im SpawnPoint – GamesHub Karlsruhe
Insgesamt nahmen am Global Game Jam goes THE LÄND mehr als 400 Jammer teil. Zu den größten Standorten im Land gehörte der SpawnPoint – GamesHub Karlsruhe, an dem rund 70 Teilnehmende zusammenkamen. Gemeinsam mit dem Godot Stammtisch Karlsruhe e.V. und dem K3 – Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Karlsruhe entstand ein Treffpunkt für erfahrene Entwickler*innen und Neulinge gleichermaßen. Der Austausch zwischen unterschiedlichen Erfahrungsleveln prägte die Atmosphäre vor Ort.
Heilbronn: Campus, Tech & gemeinsames Lernen
Am TechCampus Heilbronn nahmen 50 Teilnehmer*innen am Jam teil, unterstützt von Partnern wie Porsche Digital, Schwarz IT oder Code for Heilbronn. Besonders Studierende nutzten den Jam, um neue Tools auszuprobieren, im Team zu arbeiten und Kontakte zu knüpfen.
“Beim Global Game Jam am TechCampus haben sich sehr viele Gleichgesinnte getroffen", sagt Oskar Patzelt, einer der Mitorganisatoren in Heilbronn. “Man entwickelt gemeinsam an einem großen Projekt – und dabei lernt man wirklich sehr viel.”
KIT GameJam: „Offen für alle Skills“
Ebenfalls in Karlsruhe fand der KIT GameJam mit 50 Teilnehmer*innen statt. Organisiert aus der Hochschulgruppe heraus und unterstützt durch das IPEK — Institut für Produktentwicklung lag der Fokus auf Austausch, gemeinsamer Lernerfahrung und Eigeninitiative jenseits des regulären Studienbetriebs.
“Die Site am KIT war geprägt durch ihren studentischen Charakter, offen für alle Skills, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene," schwärmt Laura Blechschmidt aus der Hochschulgruppe. “Es ging darum, sich frei an einem Projekt auszutoben.”
Heidelberg: Produktive Atmosphäre an der SRH
An der SRH Heidelberg kamen rund 70 Teilnehmer*innen zusammen. In Kooperation mit Studios und Unternehmen wie Dreamers Studio Games oder ENSO entstand eine professionelle und zugleich kreative Arbeitsatmosphäre mit zahlreichen spielbaren Ergebnissen.
Weingarten: Community stärken und gemeinsam entwickeln
Die kleinste, aber besonders fokussierte Site war die RWU Weingarten mit 16 Teilnehmer*innen. In engem Austausch arbeiteten alle Beteiligten gemeinsam an ihren Projekten – der Community-Gedanke stand hier besonders im Mittelpunkt.
Juliane Klugmann, Mitorganisatorin der Site: "Der Global Game Jam goes THE LÄND in Weingarten bot nicht nur Studierenden der Hochschule Raum, sondern öffnete sich auch für Spieleinteressierte aus der Region – unabhängig von Erfahrungslevel oder Hintergrund. Unser Ziel war es, die Community zu stärken, indem wir leidenschaftliche Spieleentwickler*innen zusammenbringen.“
Weitere Standorte im Land waren das Kokolores GamesHub in Ludwigsburg, die Toolbox Bodensee in Markdorf sowie der GGJ goes THE LÄND: Südbaden in Freiburg — die größte Site, die in Kooperation von der Hochschule Furtwangen, der Hochschule Offenburg, der PH Freiburg und kleinen wie großen Game Studios wie Black Forest Games und Sticky Stone Studio auf die Beine gestellt wurde.
Ein Wochenende, viele Begegnungen
Der Global Game Jam goes THE LÄND 2026 hat gezeigt, wie lebendig und vernetzt die Games-Szene in Baden-Württemberg ist. Über Standorte, Disziplinen und Erfahrungslevel hinweg entstanden neue Kontakte, spielbare Prototypen und ein geteiltes Verständnis für spielerische Innovation. Eine Grundlage, auf der sich die Games-Community im Land weiterentwickeln kann.








